
Kinder & Jugendliche
Selbstvertrauen wachsen lassen, Grenzen spüren, Verantwortung übernehmen – spielerisch und ohne Leistungsdruck.
Reitpädagogik & Sozialarbeit in Tirol
Ein geschützter Raum, in dem Entwicklung auf sanfte Weise geschieht – getragen von der Wärme des Pferdes, der Ruhe des Moments und der Kraft echter Begegnung.
Pferde lehren uns nicht, jemand anderes zu werden. Sie erinnern uns daran, wer wir wirklich sind.
Über mich
Es gibt Begegnungen, die uns verändern. Für mich sind es seit jeher die Begegnungen mit Pferden. Sie haben mir gezeigt, was es bedeutet, wirklich präsent zu sein.
Pferde lehren Geduld, schenken Vertrauen nicht selbstverständlich und begegnen jedem Menschen ohne Vorurteile. Von ihnen habe ich gelernt, wie wichtig Respekt, Achtsamkeit und eine ehrliche Verbindung sind – zu anderen und zu uns selbst.
Als Sozialarbeiterin und Reitpädagogin verbinde ich zwei Herzenswege miteinander: die Begleitung von Menschen und die einzigartige Kraft der Pferde. Ich bin überzeugt, dass in jedem Menschen Fähigkeiten, Ressourcen und Stärken schlummern, die manchmal nur darauf warten, wieder entdeckt zu werden.
Pferde schaffen einen Raum, in dem wir nichts darstellen müssen. Sie sehen keine Titel, keine Leistungen und keine Erwartungen. Sie begegnen uns so, wie wir in diesem Moment sind. Gerade darin liegt ihre besondere Gabe: Sie laden uns ein, langsamer zu werden und wieder in Verbindung mit unseren Gefühlen, unserer Intuition und unserem inneren Vertrauen zu kommen.
In meiner Arbeit möchte ich einen Ort schaffen, an dem Menschen ankommen dürfen. Einen Ort voller Wertschätzung, Sicherheit und echter Begegnung – an dem Entwicklung ohne Druck geschehen darf und kleine Schritte genauso wertvoll sind wie große.
Ich glaube daran, dass die schönsten Veränderungen dort entstehen, wo wir uns gesehen und angenommen fühlen. Die Pferde begleiten diesen Weg auf ihre ganz eigene, stille und ehrliche Weise – und ich empfinde es als großes Geschenk, Menschen gemeinsam mit ihnen ein Stück ihres Lebensweges begleiten zu dürfen.
Reitpädagogik
Die Gegenwart der Pferde wirkt auf viele Menschen in schwierigen Lebenssituationen besonders tiefgehend. Pferde begegnen uns ohne Vorurteile – ehrlich, achtsam und ganz im Hier und Jetzt. Dadurch entsteht ein Raum, in dem Vertrauen wachsen und persönliche Entwicklung möglich werden kann.
Pferde reagieren feinfühlig auf Körpersprache, Stimmung und innere Anspannung. Sie spiegeln unser Verhalten sofort – ohne Bewertung. So lernen Menschen, sich bewusster wahrzunehmen und Gefühle besser zu regulieren.
Viele Menschen finden über Pferde einen Zugang, der keine Sprache braucht. Besonders bei Traumata, Autismus, Demenz oder Depressionen entsteht Verbindung über Präsenz und Vertrauen – nicht über Erklärungen.
Ein großes Tier zu führen, zu pflegen oder zu reiten vermittelt ein tiefes Gefühl von „Ich kann etwas bewirken“. Diese Erfahrung stärkt Selbstvertrauen, Mut und innere Stabilität.
Pferde brauchen klare Abläufe und verlässliche Begleitung. Füttern, Putzen und gemeinsames Arbeiten schaffen Orientierung, Halt und einen ruhigen Rhythmus – besonders wertvoll in instabilen Lebensphasen.
Der ruhige Atem der Pferde, ihre Wärme und Gelassenheit wirken beruhigend auf das Nervensystem. Viele Menschen erleben Momente von Sicherheit, Entspannung und innerem Ankommen.
Für ein Pferd zählen weder Vergangenheit noch gesellschaftlicher Status. Es begegnet dem Menschen im gegenwärtigen Moment – offen und wertfrei. Diese Form echter Annahme kann tief berühren.
Pferde reagieren direkt und konsequent. Dadurch werden Grenzen, Verantwortung und zwischenmenschliche Dynamiken auf natürliche Weise erfahrbar und verständlich.
Reitpädagogik spricht nicht nur den Verstand an. Gleichgewicht, Atmung, Körperspannung und Bewegung helfen dabei, Themen ganzheitlich zu erleben und nachhaltig zu verändern.
Arbeitsschwerpunkte
Vertrauen aufbauen, Beziehungen stärken und ein wertschätzendes Miteinander fördern.
Die Bindung stärken, gemeinsame Erlebnisse schaffen und die Kommunikation fördern.
Innere Stärke entwickeln und Herausforderungen selbstbewusst meistern.
Eigene Stärken erkennen, Selbstwirksamkeit erleben und neues Vertrauen gewinnen.
Gefühle wahrnehmen, angemessen ausdrücken und soziale Fähigkeiten fördern.
Belastungen frühzeitig erkennen, Kraftquellen aktivieren und zu mehr Ausgeglichenheit finden.
Ressourcen entdecken, Potenziale entfalten und individuelle Ziele erreichen.
Zur Ruhe kommen, den eigenen Körper bewusster wahrnehmen und im Hier und Jetzt ankommen.
Für wen wir da sind

Selbstvertrauen wachsen lassen, Grenzen spüren, Verantwortung übernehmen – spielerisch und ohne Leistungsdruck.

Runterkommen, Kraftquellen finden und wieder in Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen treten.

Erinnerungen wecken, Bewegung erleben und Nähe spüren – speziell auch in der Begleitung bei Demenz.
Eine reitpädagogische Einheit für Menschen mit Demenz findet vollständig vom Boden aus statt. Im Mittelpunkt steht nicht das Reiten, sondern die Begegnung mit dem Pferd und das bewusste Erleben über die Sinne.
Die Einheit beginnt in einer ruhigen Atmosphäre. Gemeinsam nähern wir uns dem Pferd und nehmen uns Zeit, einfach anzukommen. Das Pferd wird begrüßt, beobachtet und vorsichtig berührt. Jeder Mensch darf in seinem eigenen Tempo Kontakt aufnehmen.
Das weiche Fell des Pferdes lädt zum Berühren und Streicheln ein. Die Hände können über den warmen Pferdekörper gleiten und die unterschiedliche Beschaffenheit von Fell, Mähne und Schweif wahrnehmen. Vielleicht entsteht dabei ein Gefühl von Vertrautheit oder es werden Erinnerungen an frühere Begegnungen mit Tieren oder Pferden geweckt.
Auch die Gerüche des Stalles werden bewusst wahrgenommen: der Duft von Heu, Stroh, Holz und Pferd. Gerade für Menschen mit Demenz können solche vertrauten Gerüche Erinnerungen an frühere Lebensabschnitte und Erfahrungen ansprechen. Vielleicht wird von früheren Pferden erzählt, von der eigenen Kindheit, von einem Bauernhof oder von Tieren, die einmal zum eigenen Leben gehört haben. Es muss aber keine Erinnerung entstehen – auch das gegenwärtige Erleben allein ist wertvoll.
Die Begegnung mit dem Pferd bietet dabei vielfältige Sinneserfahrungen: sehen, hören, fühlen, riechen und manchmal auch schmecken. Gleichzeitig kann die ruhige Präsenz des Pferdes Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.
So können Momente von Nähe, Freude, Ruhe und Selbstwirksamkeit entstehen – unabhängig davon, wie stark die Demenz bereits ausgeprägt ist.
Zum Abschluss darf die Begegnung in Ruhe ausklingen. Wir verabschieden uns vom Pferd und lassen den gemeinsamen Moment nachwirken. Dabei ist Raum für Worte, Erinnerungen, Gefühle – aber auch für Stille.
Häufige Fragen
Wenn deine Frage nicht dabei ist: Schreib mir einfach. Kein Anliegen ist zu klein.
Reitpädagogik ist pädagogische Arbeit mit dem Pferd. Nicht die Reitleistung steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Über Führen, Pflegen, Beobachten und Reiten entstehen Erfahrungen, die Selbstvertrauen, Körperwahrnehmung und soziale Fähigkeiten stärken.
Nein. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Viele Einheiten finden vollständig vom Boden aus statt. Ob geritten wird, entscheiden wir gemeinsam – immer im Tempo der Person.
Wir starten mit einem Gespräch über Anliegen und Wünsche. Danach folgt ein ruhiges Kennenlernen der Pferde: beobachten, Kontakt aufnehmen, putzen. Es gibt kein Programm, das erfüllt werden muss.
Nein. Reitpädagogik ist eine pädagogische und sozialarbeiterische Begleitung. Sie ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, kann diese aber wunderbar ergänzen.
Bequeme, wettertaugliche Kleidung und feste, geschlossene Schuhe. Alles Weitere – etwa ein Reithelm – ist vor Ort vorhanden.
In wertvoller Zusammenarbeit mit Bianca’s Reitschule in Itzlranggen 47, 6179 Itzlranggen. Die Umgebung ist ruhig, überschaubar und dadurch besonders gut für sensible Menschen geeignet.
Kontakt
Erzähl mir kurz, worum es geht – oder ruf einfach an. Wir finden gemeinsam heraus, ob und wie die Arbeit mit den Pferden für dich passt.
Am liebsten sprechen wir kurz miteinander – so bekommst du sofort ein Gefühl dafür, ob das Angebot zu dir und deinem Anliegen passt. Wenn dir Schreiben leichter fällt, freue ich mich genauso über eine E-Mail.
Einheiten finden ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung statt. Bitte schreib mir kurz, worum es geht und für wen – dann kann ich gleich passend planen.